Carte von West=Gallizien welche auf allerhöchsten Befehl Seiner Kaiserlich oesterreichischen und Königlich apostolischen Majestät in den Jahren 1801 bis 1804 unter der Direction des dermahligen General Majors und General Quartiermeisters Anton Mayer von Heldensfeld des militärischen Marien Theresien Ordens Ritter durch den Kaiserl: Königl: Generalquartiermeisterstaab militärisch aufgenommen worden. Mit allerhöchster Bewilligung herausgegeben und Seiner des Generalissimus Erzherzog Carl Kaiserlichen Hoheit unterthänigst gewidmet Vom Generalquartiermeisterstaab gezeichnet und gestochen von Hieronimus Benedicti. Kupferstichkarte von H. Benedicti nach Mayer von Heldensfeld, Wien, Generalquartiermeisterstab, 1808. 12 Blatt je 45 x 66,5 cm, zus. ca. 176 x 198 cm

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Dörflinger, Österreichische Karten des frühen 19. Jahrhunderts, p 750/1. „Bei der Veröffentlichung der Karten von Westgalizien – das durch die 3. Polnische Teilung (1795) erworbene Gebiet war zwischen 1801 und 1804 aufgenommen worden – schlug man einen anderen Weg ein: Der Kupferstich wurde ‚auf eigene aerarialische Kosten‘ durchgeführt, und nur der Druck sowie der Vertrieb (inklusive Werbung) des Werkes dem Freiherrn von Liechtenstern übertragen… hingegen wurde jedes Exemplar von einem ‚kontrollierenden Herrn Officier‘ mit einem Stempel des Generalquartiermeister-Stabes versehen. Entgegen der Ankündigung vom Frühjahr 1808, daß die Karte ‚unfehlbar binnen 9 Monaten vollendet seyn‘ werde, zog sich die Herausgabe der zwölfblättrigen Carte von West=Gallizien … – vermutlich wegen des Anfang Januar 1809 erfolgten Todes des Kupferstechers Hieronimus Benedicti – von Mai 1808 bis Sommer 1811 hin, so daß die letzten Sektionen erst zu einem Zeitpunkt erschienen, als Westgalizien bereits seit mehr als eineinhalb Jahren nicht mehr zu Österreich gehörte.“  Aufgrund des langen Entstehungszeitraums seltene Karte, zeigt detailreich das Gebiet Warschau, Lublin und Krakau. Jedes Blatt zerschnitten und auf Leinen aufgezogen, in Pappschuber der Zeit; Karte etwas fleckig, Schuber leicht berieben.

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