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Weltwunder: Primum Mirabile Mundi Moenia urbis Babylonicae. – Secundum Mirabile Mundi Magnus Colossus Solis in Urbe Rhodi. – Tertium Mirabile Mundi Pyramides Aegypti, in quibus Reges Sepeliebantur. – Quartum Mirabile Mundi Mausoleum idest magnum Mausoli Sepulchrum. – Quintum Mirabile Mundi Magnificum Templum Dianae Ephesinae. – Sextum Mirabile Mundi Amphitheatrum Romanum vulgo Culiseo. – Septimum Mirabile Mundi Magna Turis Pharis Alexandrini. Bassano del Grappa, Remondini, um 1780. Sieben altkolorierte Kupferstiche (Guckkasten) seitenverkehrt nach G.B. Probst (und der teils nach Philips Galle und Maarten van Heemskerck), Bildausschnitt je 36 x 50 cm, Blattgr. 38 x 52 cm.

€ 1500

Zotti Minici, Le stampe popolari dei Remondini, 291-297; vergl. Sixt von Kapff K 415ff; Vollständiges Set der sieben Weltwunder, vergößerte und seitenverkehrte Nachstiche nach G.B. Probst; als Vorlage für die meisten Blätter aus der Weltwunderserie dienten Probst Kupferstiche von Philips Galle nach Maarten van Heemskerck, diese wurden zum Teil jedoch stark verändert (Ausnahmen bilden die Blätter 5 und 6, für Blatt 3 diente die Vorlage wohl nur als Inspiration): Blatt 1 zeigt fantasiereich die Mauern von Babylon und, wenn die Vorstellungskraft reicht, mit dem Gebäude mit der üppigen Bepflanzung auf dem Dach rechts der Bildmitte, auch die Hängenden Gärten; Blatt 2 den Koloss von Rhodos, die Statue des Sonnengottes Helios auf der Insel Rhodos; Blatt 3 soll die Pyramiden von Gizeh darstellen, „die völlig von der Wirklichkeit abweichende Darstellung der Pyramiden mehr in der Form von Obelisken dürfte mit den zu Zeiten Cäsars aus Ägypten nach Rom gebrachten Obelisken zusammenhängen.“ (Sixt, p. 526); Blatt 4 das Grabmal des König Maussolos in Halikarnassos; Blatt 5 eine Innenansicht des Diana bzw. Artemis Tempels in Ephesos; Blatt 6 das Kolosseum in Rom und Blatt 7 zeigt den auf der Insel Pharus im 3. vorchristlichen Jahrhundert errichteten Leuchtturm von Alexandria; ohne die üblichen Texte in Spiegelschrift oberhalb, hier mit teils längeren, holländ. Beschreibungen im oberen Bild von alter Hand in Tinte (nur bei 1 Blatt im Außenrand); etwas gebräunt und fleckig, Ränder stärker angestaubt, teilweise recht knapprandig und mit einigen Läsuren, wenige davon hinterklebt, vereinzelt Wurmstiche, 2 Blatt oben links im bzw. am Bildrand mit Rostloch.

Siehe auch unsere Neuzugänge im Mai.

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